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Chromo-Lithografie, 
Multiplikator farbiger Abbildungen 

Die Lithografie ist eine Druckmethode, die mit Steinplatten arbeitet. 1798 erfand Alois Senefelder den Steindruck. Im 19. Jahrhundert war es das einzige Druckverfahren, das größere Auflagen farbiger Drucke ermöglichte. 

 

1837 entwickelte der deutsch-französische Lithograf Godefroy Engelmann die farbige Variante der Lithografie und nannte sie Chromolithografie. Die zugrunde liegende Grafik wurde in bis zu 25 Farben zerlegt und anschließend in ebenso vielen Druckgängen übereinander gedruckt. Der Druck erfolgte dabei von hell zu dunkel. Das gedruckte Bild hat eine der Ölmalerei ähnliche Farbqualität. 

Und wie funktioniert es? Als Vorlage benötigen Chromolithografen ein gemaltes Bild. Zuerst wird eine Konturenzeichnung aus feinen Linien auf einem Kalkschieferstein erstellt. Sie stellt Umrisse und Farbunterschiede des Originals dar. Die Konturenplatte ist die Vorgabe für die Ausarbeitung der einzelnen Farben. Mit dem Umdruckverfahren werden Kopien der Konturenplatte auf Steinplatten erstellt, die der Zahl der vorgesehenen Farben entsprechen. Die Kontieren werden in einem hellen Farbton angelegt und sind später nicht mehr sichtbar. Das Bild wird mit hohen Pressdruck vom Stein auf das Papier übertragen – jede Farbe ein eigener Druckgang.

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